Ada Christen
* 6. März 1839 in Wien
† 23. Mai 1901 in Wien

Ada Christen steht als Pseudonym für Christiane von Breden (geb. Friederick, Friderick oder Frederick). Sie war eine österreichische Schriftstellerin und wurde als Tochter einer Kaufmannsfamilie in Wien geboren. Der Vater starb infolge einer Kerkerhaft, die er wegen seiner Teilnahme an der 48er Revolution verbüßte, schon früh. Er verlor sein Vermögen und die Familie verarmte. Ada arbeitete als Blumenverkäuferin und Handschuhnäherin. Mit fünfzehn Jahren ging sie zum Theater und fristete mehrere Jahre eine kümmerliche Existenz als Mitglied einer wandernden Schauspielgruppe.

1864 heiratete sie den ungarischen Beamten und Großgrundbesitzer Siegmund von Neupauer, der bald darauf erkrankte und 1868 starb. Ihr einziges Kind verlor sie 1866 kurz nach der Geburt. In dieser Zeit veröffentlichte sie Gedichte und Skizzen unter Pseudonymen in Zeitschriften. Sie lebte weiterhin in ärmlichen Verhältnissen. 1873 heiratete sie den Rittmeister a.D. und Militärschriftsteller Adalmar von Breden.

Bekannt wurde Ada Christen durch ihre 1868 erschienene erste Gedichtsammlung "Lieder einer Verlorenen", die wegen ihrer erotischen und sozialen Thematik großes Aufsehen erregte. Ferdinand von Saar unterstützte ihre schriftstellerische Tätigkeit und vermittelte ihr den Druck ihrer ersten Gedichtsammlung. In der Folge veröffentlichte sie neben den Gedichten auch Erzählungen und Bühnenstücke. Mit ihren gesellschaftskritischen Werken beeinflusste Ada Christen die frühen Naturalisten und trug dazu bei, dass viele Intellektuelle für die sozialen Probleme ihrer Zeit sensibilisiert wurden.

Quellen:

Frauen in Bewegung

Bio-Info der Stadt Wien

Bio-Info von Brinker