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Betty Paoli steht als Pseudonym für die Babette (Barbara) Elisabeth Glück, unter dem sie als deutschsprachige Schriftstellerin und Dichterin veröffentlichte.
Als uneheliche Tochter eines ungarischen Edelmannes erhielt sie eine gute Ausbildung im Haushalt ihres Stiefvaters, der früh starb. Nachdem ihre Mutter ihr Vermögen verloren hatte, musste Betty im Alter von 15 Jahren die eigene und die Existenz ihrer Mutter unterhalten. Sie arbeitete zuerst als Erzieherin in Rußland und Polen, kehrte aber 1835 nach Wien zurück und war Mitarbeiterin bei verschiedenen Zeitschriften, Sprachlehrerin und Übersetzerin.
Betty wurde im Hause der Gattin des Philanthropen Josef Wertheimer aufgenommen und befreundete sich mit Grillparzer, Stifter und Feuchtersleben. Von 1843-48 war sie die Gesellschafterin der Fürstin Marianne Schwarzenberg. 1849 arbeitete sie als Gesellschafterin in Dresden, bereiste dann Deutschland und Paris.
Ihr erstes Gedicht, betitelt: "An die Männer unserer Zeit", erschien 1832. Seit 1852 lebte Betty Paoli wieder in Wien. Sie führte das Theater- und Kunstreferat im "Wiener Lloyd", jetzt "Österreichische Zeitung" und schrieb u.a auch für die "Neue freie Presse" und die "Münchner allgemeine Zeitung". Außerdem arbeitete sie als Übersetzerin. Von ihr stammen die auch im Wiener Burgtheater aufgeführten Übertragungen: "Die Biedermänner" und "Gregoire".
Sie befreundete sich mit H. Laube. Ab 1855 lebte sie bei ihrer Freundin Ida v. Fleischl-Marxow. Paoli und Fleischl-Marxow wurden später kunstkritische Beraterinnen der Freundin Marie von Ebner-Eschenbach. Sie wurde eine bedeutende Lyrikerin, war Lenau geistig und persönlich verbunden. Sie übersetzte Turgenjew und Puschkin.
Mit einfühlsamen Gedichten und kritischen Aufsätzen und Monographien wurde sie zu einer wichtigen Figur der frühen Frauenbewegung. Ihre Gedichte fanden bei ihren Zeitgenossen höchste Anerkennung. Stifter urteilte über ihren Gedichtband "Nach dem Gewitter": "Das Weib ist durch und durch Genie, und es fehlt nur noch an Ruhe und Besonnenheit," und für Grillparzer war sie "der erste Lyriker Österreichs". Sie veröffentlichte auch mehrere Novellen und war eine begabte Essayistin. Sie setzte die Werkzeuge Essay und Feuilleton ein, um für die Zulassung der Frauen zu Bildung und Beruf einzutreten.
Quellen:
Bildnachweis Projekt Gutenberg Wortblume Wikipedia Weiterführende Bio-Infos
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