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Christine Lavant wurde als neuntes Kind des Bergarbeiters Georg Thonhauser und seiner Frau Anna in einem kleinen Dorf bei St. Stefan im Kärntner Lavanttal geboren. Das Leben Christines war fast ausschließlich durch Krankheit gezeichnet.
Seit früher Kindheit litt sie an einer entstellenden Hautkrankheit und erblindete beinahe. Später kam noch eine Hörschädigung infolge einer Mittelohrentzündung hinzu. Trotz dieser Leiden besuchte sie die Schule, beschäftigte sich mit Malen, Schreiben und Lesen. Als Strickerin erwarb sie sich zeitweilig sogar ihren Lebensunterhalt. Als Heranwachsende litt sie unter starken Depressionen. Durch ihren befreundeten Arzt kam sie mit Goethes Werken in Berührung, schrieb in ihren stabileren Phasen ihren ersten Roman unter dem Pseudonym Lavant, der jedoch eine Absage erhielt. Nach schwersten Depressionen ließ Christine sich auf eigenen Wunsch 1933 in eine Nervenheilanstalt bei Klagenfurt einliefern. Die dortigen Erfahrungen waren Vorlage für ihre posthum veröffentlichten Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus. 1937 lernte Christine Lavant ihren späteren Mann, den Kunstmaler Josef Habernig, kennen. Im selben Jahr starb ihr Vater. 1938 folgte der Tod der Mutter.
Ab 1945 begann Christines schriftstellerisches Schaffen. Von 1948 an veröffentlichte sie kontinuierlich bis zu ihrem Tod Prosa und Lyrik und bekam verschiedene Auszeichnungen, Ehrungen und Preise, wie den Georg-Trakl-Preis (1954), Förderpreis für Lyrik (1961), Georg-Trakl-Preis (1964), Wildgans-Preis (1964), Ehrenring, St. Stefan (1965), großer österreichischer Staatspreis für Literatur (1970).
Sie verstarb 1973 infolge eines Schlaganfalls im Landeskrankenhaus Wolfsberg.
Quellen:
Dichterinnen Österreichisches Literaturhaus Lyrikwelt Wikipedia
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