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Elisabeth LanggĂ€sser wurde als Tochter eines jĂŒdischen Architekten und Baurats am 23. Februar 1899 in Alzey geboren. Nach dem Tod des Vater siedelte Elisabeth LanggĂ€sser mit ihrer Familie in das hessische Darmstadt. Dort besuchte sie das Gymnasium und absolvierte im Jahr 1918 das Abitur. Danach lieĂ sie sich zur Lehrerin ausbilden. Es folgte die TĂ€tigkeit als PĂ€dagogin an verschiedenen hessischen Schulen.
Elisabeth LanggĂ€sser gehörte zu den christlich orientierten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Thema war der stĂ€ndige Konflikt zwischen dem satanischen, triebhaften Leben und dem Göttlichen andererseits. Sie stand damit in der Tradition der christlichen Mystikerinnen. Ab dem Jahre 1930 arbeitete sie als freie Schriftstellerin. Jedoch wurde sie 1936 als HalbjĂŒdin aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und unterlag damit faktisch einem Publikationsverbot, schrieb aber trotzdem weiter. 1938 brachte noch kurz vor dem Anschluss Ăsterreichs der Salzburger Verleger Otto MĂŒller ihre "Rettung am Rhein" heraus.
Nach der Zeit des Nationalsozialismus war Elisabeth eine typische Vertreterin der deutschen Nachkriegsliteratur. Als ehemals von den Nationalsozialisten Verfolgte - eine ihrer Töchter wurde nach Auschwitz deportiert - schrieb sie in einem (je nach Betrachtung) Pessimismus oder Realismus, der die Shoa immer im Hintergrund, oft auch als Thema hatte.
»In jedem Glauben an die Menschheit im Ganzen und an die meisten Menschen im besonderen geht bei mir der Teufel um. Ich sehe rings um mich nur Korruption, Verlogenheit, Betriebsmacherei und die scheuĂliche GeschĂ€ftigkeit und das Gewimmel von grau-schwarzen Ameisen, deren Bau zertreten wurde.« (Brief; nach H. Glaser u.a.).
Ihre Werke haben einen starken lyrischen Schwerpunkt, 1946 veröffentlichte sie jedoch auch einen Roman "Das unauslöschliche Siegel", ein weiterer Roman "MĂ€rkische Argonautenfahrt" (1950) blieb wegen des frĂŒhen Todes der noch im selben Jahr mit dem BĂŒchnerpreis Ausgezeichneten unvollendet. Zu Ihrem Gedenken wird der Elisabeth-LanggĂ€sser-Literaturpreis verliehen.
Quelle:
Wikipedia
Bildquelle:
UniversitĂ€t DĂŒsseldorf
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