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Claire Goll (geb. Clara Aischmann) wurde als Tochter von Malvine und Joseph Aischmann in Nürnberg geboren. Sie wuchs im großbürgerlich-jüdischem Milieu in München auf und heiratete 1911 den späteren Verleger Heinrich Studer. Mit ihm lebte sie in Leipzig und brachte im Mai 1912 ihre Tochter Dorothea Elisabeth zur Welt. Die Ehe hielt nur fünf Jahre.
1916 emigrierte sie aus Protest gegen den Ersten Weltkrieg in die Schweiz, wo sie an der Universität Genf studierte, sich in der Friedensbewegung engagierte und journalistisch zu arbeiten begann. 1917 lernte sie den Dichter Iwan Goll kennen, mit dem sie sich verlobte. Ende 1918 hatte sie eine Affäre mit Rainer Maria Rilke, mit dem sie bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden war. Sie debütierte 1918 mit dem Gedichtband "Mitwelt" und den Erzählungen "Die Frauen erwachen". Mit Iwan Goll ging sie 1919 nach Paris, wo beide 1921 heirateten. Ihre Erzählungen, Gedichte und Romane erschienen auch in französischer Sprache. Ihre Gedichtbände "Poèmes d'amour" (1925), "Poèmes de la jalousie" (1926) und "Poèmes de la vie et de la mort" schrieb sie gemeinsam mit ihrem Mann als "Wechselgesang der Liebe".
Das Paar (beide waren jüdischer Herkunft) floh 1939 vor den deutschen Faschisten nach New York, kehrte aber 1947 wieder nach Paris zurück. Iwan (nun Yvan) Goll starb 1950. Von nun an widmete sich Claire Goll zunehmend der Herausgabe der Werke ihres Mannes. Die autobiographischen Romane "Der gestohlene Himmel" (1962) und "Traumtänzerin" (1971) brachten ihr kaum noch Beachtung. Lediglich die urheberrechtlichen Streitereien mit Paul Celan, bekannt als "Goll-Affäre" und die Memoiren "Ich verzeihe keinem". Eine literarische Chronique scandaleuse unserer Zeit ("La Poursuite du Vent", 1976) erregte noch einmal Aufsehen. Sie pflegte Kontakte u.a. zu Karl Schwedhelm.
Quelle:
Wikipedia
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