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Gabriele von Baumberg (Alternativnamen: Gabriele von Bacsányi, Gabriele von Bamberg) war die Tochter eines österreichischen Staatsbeamten. In jungen Jahren erhielt sie eine humanistische Ausbildung, die ihr frühzeitiges Interesse an Literatur weckte. Sie verkehrte in Wien in literarischen Zirkeln und war u.a. mit Karoline Pichler befreundet. Janos Bacsányi, ein politisch engagierter ungarischer Schriftsteller, und Gabriele lernten sich 1799 kennen, konnten aber wegen familiärer und finanzieller Schwierigkeiten erst 1805 heiraten.
Nachdem Janos Bacsányi die Proklamation Napoleons an die Ungarn ins Ungarische übersetzt hatte, wurde er verfolgt und floh als Verräter nach Paris. Seine Frau folgte etwas später. Ihr ganzes Leben über blieben die historischen Geschehnisse unter Napoleon Bonarparte und ihre persönliche sowie künstlerische Laufbahn miteinander verflochten.
Gabriele von Baumberg galt als die bedeutendste österreichische Lyrikerin ihrer Zeit. 1785-96 publizierte sie im "Wiener Musen-Almanach". Themen ihrer Lyrik sind Liebe, Freundschaft, Natur und historische Ereignisse. Bediente sich Gabriele Baumberg in der josephinischen Zeit Wiens der Aufklärungs- bzw. Rokokolyrik, so führte die Veränderung des geistigen Klimas in Europa nach 1789 und besonders nach 1793 zur Stagnation im Schaffen der Dichterin.
Sie schrieb halbherzig Patriotische Zeilen (Höchster Geist und schönste Seele), kehrte damit aber letztendlich zu ihrer früheren Schaffensweise zurück. 1815 wurde ihr Ehemann, Janos Bacsányi in Paris wieder verhaftet und 1816 durch kaiserliche Entscheidung bis zu seinem Tod nach Linz verbannt. Gabriele von Bacsányi lebte zunächst in Wien und zog dann "inkognito" zu ihrem Mann nach Linz, wo sie 1839 starb.
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