|
Hedwig Dransfeld, die unter dem Pseudonym Angelika Harten ihre Gedichte, MĂ€rchen, ErzĂ€hlungen und Frauenschriften ab 1893 veröffentlichte, wurde als Tochter eines Oberförsters geboren, verlor mit drei Jahren ihren Vater und mit neun Jahren ihre Mutter. Hedwig wurde daraufhin in einem Waisenhaus untergebracht. Aufgrund ihrer Begabung kam sie 1887 in ein Lehrerinnenseminar in Paderborn. Von 1890-1912 war sie dann Lehrerin im Ursulinenkonvent in Werl, stĂ€ndig behindert durch schwere Krankheit, die in Knochentuberkulose mĂŒndete und zur Amputation eines Armes fĂŒhrte.
Dennoch publizierte sie, engagierte sich in der katholischen Frauenbewegung, ĂŒbernahm die schriftliche Leitung der Zeitschrift "Christliche Frau" und wurde spĂ€ter Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Hedwig Dransfeld wurde 1919 in die Deutsche Nationalversammlung in Weimar und 1920 in den PreuĂischen Landtag und den Deutschen Reichstag gewĂ€hlt, wo sie innerhalb der Zentrumspartei bis zu ihrem Tod besonders in Sittlichkeits- und Wohnungsfragen, Familien- und Eherecht, Schule und Jugendschutz prĂ€gend tĂ€tig war. Sie wirkte maĂgeblich an der neuen Sozialgesetzgebung mit. 1921 wurden ihr die EhrenbĂŒrgerrechte der Stadt Werl verliehen. Sie starb 1925 im Ursulinenkonvent.
Quellen:
Walter Killy (Hrsg.): Literaturlexikon: Autoren und Werke deutscher Sprache. MĂŒnchen: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1988
Bibliografisches Kirchenlexikon Kapelle und Haus der Hedwig Dransfeld Wikipedia Wortblume
|