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Helga M. Novak (Pseudonym für Maria Karlsdottir) ist eine deutsch-isländische Schriftstellerin. Sie wuchs bei Adoptiveltern auf und trat gegen den Willen der Eltern in die FDJ ein. In der Nähe von Berlin besuchte sie eine staatliche Internatsschule. Dort legte sie 1954 ihr Abitur ab. Anschließend studierte sie bis 1957 Journalistik und Philosophie an der Universität Leipzig. Sie übte verschiedene Tätigkeiten aus, u. a. als Monteurin, Laborantin und Buchhändlerin. 1961 ging sie nach Island, wo sie einen Isländer heiratete. Aus dieser später geschiedenen Ehe gingen zwei Kinder hervor. Novak arbeitete zeitweise in einer Fischfabrik und in einer Teppichweberei, unternahm daneben aber auch Reisen nach Frankreich, Spanien und in die USA. 1965 kehrte sie in die DDR zurück. Sie studierte am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. 1966 wurde ihr wegen des Verteilens selbst vervielfältigter, regimekritischer Texte die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt. Sie hielt sich danach zuerst wieder in Island auf. 1967 ging sie in die Bundesrepublik Deutschland. Seitdem lebt sie zeitweise in Berlin, Jugoslawien und Polen. Heute ist sie in Frankfurt am Main ansässig. Sie ist isländische Staatsbürgerin.
Sie begann als Verfasserin von politisch geprägter Lyrik, in der die massiven Eingriffe des ostdeutschen Staates ins Privatleben angeprangert werden, Später erfolgte der Übergang zu realistischer Naturlyrik. Novak hat außerdem eine große Zahl von Hörspielen verfasst. Trotz ihres umfangreichen, von der Kritik überwiegend positiv bewerteten Werkes nimmt sie innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nach wie vor eine Außenseiterstellung ein.
Quelle:
Wikipedia
Bild: © Renate von Mangoldt
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