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Helmina von Chézy ist selbst Literaturhistorikern kaum noch ein Begriff. Sie wurde 1783 als Wilhelmine Christiane von Klencke in Berlin geboren. Ihr Vater verließ die Familie kurz nach ihrer Geburt. Mit 14 Jahren gab sie 1797 ihr Debut als Schriftstellerin und mit 16 Jahren heiratete sie den Freiherrn Gustav von Hastfer. Nach einem Jahr wurde die Ehe geschieden. 1801 ging Helmina als Korrespondentin für deutsche Zeitungen nach Paris. 1803-07 gab sie dort die Zeitschrift »Französische Miscellen« heraus. Ihr Buch »Leben und Kunst in Paris seit Napoleon I.« (2 Bde. 1805-07) ließ Napoleon beschlagnahmen.
1805 heiratete sie den Orientalisten Antoine-Léonard de Chézy und ließ sich 1810 von ihm scheiden. Nach 1810 lebte sie abwechselnd in Heidelberg, Frankfurt am Main, Aschaffenburg und Darmstadt. In und nach den Freiheitskriegen 1813 war sie in Lazaretten tätig. Später wurde sie wegen Verleumdung der Invaliden-Prüfungs-Kommission angeklagt, aber vom Berliner Kammergericht, unter Vorsitz E.T.A. Hoffmanns, freigesprochen. In den Jahren 1817 bis 1830 lebte sie in Dresden, in Wien und in München. 1910 übersetzte sie zusammen mit Adelbert von Chamisso Vorlesungen von Wilhelm Schlegel. Mit Chamisso hatte sie eine kurze Affäre und blieb zeitlebens mit ihm im aktiven Briefkontakt.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in Genf. Ihrer Großnichte diktierte sie in den letzten Tagen Erinnerungen und starb dann im Alter von 73 Jahren.
Helmina von Chézy war literarisch vielfältig tätig. Sie veröffentlichte in zahlreichen Zeitschriften, Almanachen und Taschenbüchern. Für Carl Maria von Webers Oper »Euryanthe« schrieb sie das Libretto.
Quellen:
Bio-Info-Wikipedia
Helmina und Amorbach
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