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Hilde Domin war Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts. 1929 erwarb sie das Abitur an einem humanistischen Gymnasium in Köln. Zwischen 1929 und 1932 studierte sie in Heidelberg, Köln, Bonn und Berlin zunächst Jura, später Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Philosophie.
Aufgrund des erstarkenden Nationalsozialismus emigrierte sie zusammen mit dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm im Oktober 1932 nach Rom. Nach ihrer Promotion 1935 in Florenz zum Dr. rer. pol. (Titel Pontanus als Vorläufer von Macchiavelli) arbeitete sie von 1935 bis 1939 als Lehrerin für Sprachen in Rom. 1936 heiratete sie ihren Lebensgefährten Erwin Walter Palm.
Nachdem sich Hitler und Mussolini verbündeten, floh sie mit ihrem Mann 1939 nach England. Dort unterrichtete sie bis 1940 als Sprachlehrerin am St. Aldyn’s College. Aus Angst vor den Nazis siedelte sie 1940 in die Dominikanische Republik über, wo sie als Übersetzerin und Architekturfotografin arbeitete. Von 1947 bis 1952 war sie als Dozentin für Deutsch an der Universität von Santo Domingo tätig. Nach dem Tod ihrer Mutter 1951 begann Hilde Palm unter dem Pseudonym “Domin” zu dichten, wobei der Name Domin an Santo Domingo und die Dominikanische Republik erinnern sollte, da sie in Santo Domingo angefangen hatte zu schreiben.
1954 kehrte sie nach 22 Jahren im Exil in die BRD zurück. 1957 wurden ihre ersten Gedichte in Zeitschriften veröffentlicht. Seit 1960 war Hilde Domin als freie Schriftstellerin tätig. Sie verbrachte ihren Lebensabend in Heidelberg. Lange Zeit gab Hilde Domin 1912 als ihr Geburtsjahr an.
Quelle (Bild und Text):
Wikipedia
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