Isolde Kurz
* 21. Dezember 1853 in Stuttgart
† 6. April 1944 in Tübingen

Isolde Kurz war die Tochter des Schriftstellers Hermann Kurz und seiner Frau Marie, geb. von Brunnow. Marie Kurz war selbst eine engagierte Demokratin und Kämpferin in der Revolution von 1848. Isolde wuchs mit ihren vier Brüdern in der kleinbürgerlichen Welt von Oberesslingen und Tübingen auf. Während ihre Brüder eine regelrechte Schulausbildung bekamen, stand Mädchen keine höhere Schulbildung zu. Sie wurde deshalb von ihrer Mutter neben der Hausarbeit erzogen. Sie lernte mehrere Fremdsprachen und klassische Antike gemäss des kleinbürgerlichen Bildungsideals für Frauen. Doch auch sozialistische Schriften. Ihr Vater starb, als sie neunzehn Jahre alt war.

Mit der kleinbürgerlichen Frauenrolle haderte Isolde die meiste Zeit ihres Lebens und versuchte sich über sie hinwegzusetzen, was ihr jedoch in der Stadt Tübingen seinerzeit nur Ressentiments einbrachte. Ab 1877 folgte sie, zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder nach Italien und arbeitete als Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie betrieb Studien zur florentinischen Renaissance, arbeitete als Übersetzerin italienischer Literatur und schrieb schließlich ihre "Florentinischen Novellen", "Italienische Erzählungen" und Essays zur Florentinischen Renaissance. Nach dem Tod des Bruders sorgte sie allein für die Mutter. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges kehrte sie nach Deutschland, München, zurück. In ihrem Roman "Vanadis" von 1931 reflektierte sie unter autobiografischen Elementen den Schicksalsweg einer Frau, unterlag dabei den deutsch-nationalen Einflüssen der Zeit.

Erst als 90-jährige kehrte Isolde Kurz nach Tübingen zurück, wo sie 1944 an der Seite ihres Vaters auf dem Stadtfriedhof begraben wurde.

Quellen:

Wikipedia

Information der Stadt Tübingen

Bio-Info bei Brinker