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Karoline von Günderrode (voller Name: Karoline Friederike Louise
Maximiliane von Günderrode) wurde als ältestes Kind eines badischen
Regierungsrates aus kleinem Adel geboren. Ihren Vater, den Hofrat und
Schriftsteller Hector Wilhelm von Günderrode, verlor sie im Alter von
sechs Jahren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit der Mutter, Louise von
Günderrode, und ihren beiden Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen,
was zu ihrem Leben als »Stiftsfräulein« im evangelischen
Cronstettischen Adeligen Damenstift in Frankfurt am Main führte. Das
Leben im Damenstift missfiel ihr. So konzentrierte sie sich auf ihre
Feundschaften, insbesondere mit Bettina von Arnim, die später eine
Biographie über Karoline schrieb.
Äußere Umstände der
französischen Revolution und ihre ersten Liebesbeziehungen (Carl von
Savigny) inspirierten frühzeitig die wesentlichen Themen Korolines
romantischer Dichtung: Gefangenschaft und Freiheit, Liebe und Tod. Mit
24 Jahren veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Tian ihren ersten
Gedichtband. Ihre Dichtung ist jedoch bis zum heutigen Tage in
Vergessenheit geraten. Ihre Poesie wurde häufig als zu kühn, wenig
weiblich abgelehnt.
Auf einem Ausflug zum Stift Neuburg bei
Heidelberg lernte Karoline den bedeutenden Philologen und
Mythenforscher Friedrich Creuzer (1771 - 1853) und seine dreizehn Jahre
ältere Frau kennen. Karoline und Creuzer versprachen einander bis in
den Tod zu lieben. Als die ungewöhnlich moderne, aber konfliktreiche
Beziehung (Unvereinbarkeit ihres Freiheitsbedürfnisses und der
Frauenrolle der damaligen Zeit) scheiterte, tötete sie sich mit einem
Dolch.
Friedrich Creuzer tat alles dafür, damit ihr Werk
"Melete" nicht publiziert wurde. Erst hundert Jahre später wurde es
veröffentlicht.
Quellen:
1. Karlsruher Stadtgeschichte
2. Zu wissbegierig für Ihre Zeit- Zum 200. Todestag von Karoline von Günderrode
3. Wikipedia 4. Jiii 5. Das Gutenbergprojekt 6. fh-augsburg
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