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Während des Zweiten Weltkrieges beteiligte sie sich an verschiedenen Orten in der Steiermark am Reichsarbeitsdienst, bis sie 1945 als Luftwaffenhelferin nach Berlin beordert wurde. Bei einem Luftangriff starben ihre Eltern, sie selbst lag im April drei Tage lang zusammen mit einem Hund unter Trümmern verschüttet - ein traumatisches Erlebnis, welches sie ihr Leben lang begleitete.
In der Nachkriegszeit war sie als Sekretärin, Trümmerfrau, Arbeiterin, Journalistin und Volkskorrespondentin tätig. Ihre erste Ehe mit Kurt Loose, aus der ein Sohn entsprang, währte nur kurz. Bereits 1948 heiratete sie Herbert Schwenkner, den Leiter des Friedrichspalastes und später des Zirkus Busch. Sie wurde Mitglied der SED und wohnte von 1954 bis 1959 in Lehnitz bei Oranienburg, wo sie ein privilegiertes und unbeschwertes Dasein genoss.
Im Herbst 1953 lernte sie Heiner Müller auf einer Veranstaltung der "Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren" kennen. Sie zog bald darauf mit ihm in eine gemeinsame Wohnung, im Jahre 1955 läuteten die Hochzeitsglocken. Zusammen arbeiteten die beiden, die sich nunmehr als freischaffende Schriftsteller ihr Geld verdienten, an Hörspielen und Theaterstücken. Inge Müllers Traum von der Arbeitsgemeinschaft mit Heiner auf gleicher Augenhöhe begann jedoch alsbald zu platzen. Sie stand im Schatten ihres Mannes, der sie eher als Mitarbeiterin, denn als gleichberechtigte Partnerin betrachtete. Eine 1956 begonnene Affäre mit Wolfgang Müller, dem 16-jährigen Bruder Heiners, scheiterte, die Beziehung zu ihrem Ehemann verschlechterte sich zusehends.
Geplagt von Depressionen und psychosomatischen Beschwerden versuchte sich Inge Müller mehrfach, das Leben zu nehmen. Am 1. Juni 1966 gelang einer dieser Versuche. Gerade einmal 41 Jahre alt starb die Schriftstellerin an einer Gasvergiftung, beerdigt wurde sie in Berlin-Pankow.
Quelle:
Wikipedia
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