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Maria Janitschek (geb. Tölk) war das uneheliche Kind einer Offizierswitwe und wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Ungarn auf. Ihre Ausbildung erhielt sie zum Teil in einer ungarischen Klosterschule. Mit 19 Jahren ging sie mit ihrer Mutter nach Graz. Dort entstanden unter dem Pseudonym Marius Stein ihre ersten journalistischen Arbeiten. Sie schrieb u.a. für die "Moderne Dichtung" und die "Wiener Rundschau". 1882 heiratete sie den Universitätsprofessor für Archäologie und Kunstgeschichte Hubert Janitschek und ging mit ihm erst nach Straßburg, dann nach Leipzig und später nach Berlin. Nach seinem Tod lebte sie in München.
Als Lyrikerin und Erzählerin zeigten sich besonders in ihrem frühen Werk starke emanzipatorische Tendenzen. Sie wurde wegen ihrer Darstellung der Sexualität heftig angegriffen. Die Novellensammlung "Die neue Eva" von 1902 wurde 1909 in Deutschland verboten. Leitmotiv ihrer Lyrik und Romane ist die Liebe, die Stellung der Frau zum Mann und zur Gesellschaft. Maria galt in ihrer frühen Schaffensphase als Romantikerin und Symbolistin. Ihre späteren Werke sind reine Erzählungen, Novellen und Unterhaltungsromane.
Quellen:
Bio-Info nach Brinker
Frauen in Bewegung
Wortblume
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