Marie Eugenie Delle Grazie
* 14. August 1864 in Ungarisch-Weißkirchen/Siebenbürgen
† 19. Februar 1931 in Wien (Österreich)

Marie Eugenie delle Grazie stammte väterlicherseits aus einer alten venezianischen Familie. Die Angehörigen mütterlicherseits kamen aus einer bürgerlichen Familie, es waren Hannoveraner, Elsässer, Hamburger und Schwaben. Ihre Kindheit verlebte sie im Banat, in einem kleinen ungarischen Dorf, in welchem ihr Vater Bergwerksdirektor war. Nach seinem Tod zog sie mit der Mutter nach Wien, wo sie eine Bürgerschule besuchte und an einem Lehrerinnenseminar studierte.

Sie schrieb seit frühester Jugend und trat zum erstenmal im Alter von 18 Jahren mit einem Band "Gedichte" in die Öffentlichkeit. Anerkennung in Form eines Stipendiums bekam ihr Werk "Saul". Der Theologe und Ethiker Prof. Laurenz Müllner förderte und unterstützte sie. Seither lebte und arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Wien. Sie schrieb neben Populärliteratur auch gesellschaftskritische Werke, in denen sie für Freiheit und Menschenwürde eintrat. 1901 erhielt sie den Bauernfeld-Preis und 1916 den Ebner-Eschenbach-Preis.

Nachdem Laurenz Müllner starb, zog sich Marie Eugenie Della Grazie in die Steiermark zurück, schrieb ausschließlich Prosa und wandte sich dem Katholizismus zu. Sie starb am 19. Februar 1931 unverheiratet in Wien. Nach Marie von Ebner-Eschenbach gilt sie als reifeste österreichische Schriftstellerin.

Quellen:

Bio-Info nach Brinker

Frauen in Bewegung

Wikipedia