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Marie von Ebner-Eschenbach, geborene Baronin Marie Dubsky von Trembomyslie (ab 1843 Gräfin), wurde am 13. September 1830 in Zdislawic, das heute ein Teil der Tschechischen Republik ist, geboren. Ihr Vater hieß Baron Franz Dubsky (ab 1843 Graf) und ihre Mutter Marie, geborene Baronin von Vockel. Ihre Mutter war die zweite von vier Frauen von Franz Dubsky und starb 1830 gerade nach der Geburt ihrer Tochter. Marie Ebner-Eschenbach hatte sechs Geschwister aus den letzten drei Ehen ihres Vaters.
In ihrer Kindheit wurde sie von verschiedenen Familienmitgliedern sowie Dienstmädchen und Gouvernanten betreut. Dies führte zu ihren Sprachkenntnissen in Französisch, Tschechisch und Deutsch. Mit 18 Jahren heiratete sie 1848 Moritz von Ebner-Eschenbach, ihren siebzehn Jahre älteren Vetter, ein Vertrauter aus ihrer Jugend. Er war Feldmarschallleutnant und später Professor in Wien. Sie lebten erst in Klosterbruck in Mähren und später in Wien. Ihre Ehe blieb kinderlos.
Marie publizierte ihre Werke 60 Jahre lang: zuerst verschiedene Dramen, die sich nicht voll durchsetzten, dann jedoch Erzählungen, Tagebücher, Epiken, Autobiographien und Novellen. Als Erzählerin und später auch als Aphoristikerin bekam sie die grösste Anerkennung.
Sie war die erste Frau, die 1898 das »Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft«, den höchsten zivilen Orden Österreichs erhielt. 1910 war sie die Erste und Einzige, die den Ehrendoktortitel der Philosophie von der Wiener Universität bekam. Sie unterhielt Freundschaften mit Franz Grillpazer, Heinrich Laube, Ferdinand von Saar, Betty Paoli... Nach einem langen Leben starb Marie von Ebner-Eschenbach am 12. März 1916 in Wien und wurde in Zdislawic begraben.
Quellen:
Bildnachweis
Wortblume
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