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Sophie Friederike Mereau (später Brentano, geb. Schubart) war die Tochter von Johanna geb. Gabler und Vater Gotthelf Schubart. In der bürgerlichen Familie erhielt sie eine musische und neusprachliche Ausbildung. 1793 heiratete sie, trotz Vorbehalte gegenüber der Ehe an sich, aus ökonomischen Gründen den Bibliothekar Friedrich Karl Mereau. Das Ehepaar hatte eine Tochter und lebte in Jena.
Sophie unterhielt Kontakte zu Berühmheiten des Bildungsbürgertums wie Schiller, Jean Paul, Herder, den Brüdern Tieck, Schelling und Fichte. Von Friedrich Schiller wurde sie gefördert. In Schillers »Thalia« wurden 1791 erstmals ihre Gedichte veröffentlicht. Sophie Mereau veröffentlichte diverse Erzählungen und Essays, Gedichte, zwei Romane und arbeitete für Schiller als Übersetzerin. Des Weiteren war sie Herausgeberin mehrerer Almanache und der Frauenzeitschrift Kalathiskos. Eines ihrer Lieder (Feuerfarb) wurde von Ludwig van Beethoven 1792 vertont. Text und Notensatz des Liedes können über den folgenden Link abgerufen werden:
http://www.100Dichterinnen.de/mereau.pdf
1801 ließ sie sich von Mereau scheiden und heiratete 1803 Clemens Brentano. Eine ebenso leidenschaftliche wie problematische Ehe. Ab 1804 lebte das Paar in Heidelberg. Sophie setzte sich für die freie Partnerwahl der Frauen ein und galt als eine der ersten deutschen Berufsschriftstellerinnen. Sie starb in Heidelberg am 31. Oktober 1806 bei der Geburt ihres dritten Kindes.
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